Aktuelles

Neue Folge unserer Podcastreihe "Inklusionsfragen" erschienen

#6 Repolitisierung und gesellschaftstheoretische Fundierung der Inklusion!?
Dr. Jens Geldner im Gespräch mit Mirko Moll

Die Inklusionsforschung muss wieder politischer werden! Eine gesellschaftstheoretische Fundierung der Inklusionspädagogik und -forschung ist nötig! Mit solchen Forderungen sehen sich Inklusionspädagogik und -forschung regelmäßig konfrontiert. Doch woher kommen diese Forderungen? Was ist mit ihnen gemeint? Welche Vorstellungen von Politik und Politischem verbinden sich mit ihnen? Welche Ideen von Gesellschaft und Gesellschaftstheorie? Und nicht zuletzt: was können Inklusionspädagogik und -forschung gewinnen, wenn sie diesen Forderungen nachkommen? Jens Geldner hat sich in seiner Dissertation mit dem Titel ‚Inklusion, das Politische und die Gesellschaft‘ systematisch mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Aus radikaldemokratischer Perspektive argumentiert er, dass wir nur dann sinnvoll von Inklusion sprechen können, wenn wir den Streit darum, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben oder leben wollen, offenhalten. Und wenn wir uns gleichzeitig stets darüber bewusst sind, dass jede Pädagogik eigene Schließungen produziert. Er arbeitet im Arbeitsbereich Allgemeine Inklusionspädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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Kommende Veranstaltungen

Mit Keynotes von Prof. Dr. Franziska Felder (Wien) und Dr. Mai-Anh Boger (Regensburg)

Inklusion und Teilhabe sind auf vielfältige Art und Weise auf Räume und ihre Grenzen bezogen. Soziale Teilhabe ist immer Teilhabe an etwas. Ihre vielgestaltigen Erscheinungsformen können nur innerhalb sozialer Bezugssysteme korrekt verortet werden. Und so verbindet die Frage, an welchem Ort, in welchem System oder in welchem Raum sich Ein- und Ausschließungsprozesse jeweils ereignen, verschiedene Stränge der Inklusionsforschung, die ansonsten kaum miteinander in Berührung treten. Zugleich ermöglichend und begrenzend strukturieren die multipolaren Räume der Inklusion den zur Verfügung stehenden Platz in der Gesellschaft. Ziel der Tagung ist es, aus interdisziplinärer Perspektive eine Topographie der verschiedenen Inklusionsmechanismen und -hindernisse gesellschaftlicher Inklusionsräume zu entwerfen.

Über das ZFIB

Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik im Dialog für Inklusion – gemeinsam soziale Ungleichheit reduzieren und Partizipation unterstützen.

Das interdisziplinäre Zentrum für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Personen und Einrichtungen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik lokal bis international miteinander zu vernetzen. Es sollen langfristige Kooperationen entstehen, um gemeinsam inklusive Entwicklungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen nachhaltig zu unterstützen.

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