Lukas Gerhards

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M.Ed. sonderpädagogische Förderung
2. Staatsexamen im Lehramt für sonderpädagogische Förderung
Kontakt: Lukas.Gerhards@HU-Berlin.de

 

Dissertationsvorhaben

Thema: Erhebung von Barrieren in der inklusiven Beschulung von neurodivergenten Schüler*innen im Autismus-Spektrum und Konzeptentwicklung zu deren Abbau.

Abstract: Auch 10 Jahre nach der Ratifizierung stellt die Umsetzung von Artikel 24 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland eine große Herausforderung dar. Immer wieder ist inklusive Beschulung Gegenstand von Grundsatzdiskussionen. Dabei wird oftmals außer Acht gelassen, dass es sich beim Recht auf inklusive Bildung um ein Menschenrecht handelt. Somit sollte jede Diskussion, die dieses Recht in Frage stellt hinfällig sein. Vielmehr muss sich der Diskurs konstruktiv mit dem Gelingen von schulischer Inklusion auseinandersetzen. Dieser Logik folgend möchte ich mich in meiner Arbeit mit der inklusiven Beschulung von neurodivergenten Schüler*innen im Autismus-Spektrum auseinandersetzen. Dabei werde ich mich an aktuellen Erkenntnissen der Autismusforschung, wie dem Begriff der Neurodiversität (nach Jaarsma/Welin, 2011) und der Sichtweise von Autismus als Intense-World-Syndorme (nach Markram et.al, 2007) orientieren.

Konkret beschäftig sich die Arbeit, welche nach dem Prinzip der partizipativen Forschung in Kooperation mit White-Unicorn e.V. konzipiert ist, mit der Erhebung von Barrieren bei der inklusiven Beschulung für neurodivergente Schüler*innen im Autismus Spektrum. Dazu soll eine Befragung von Schüler*innen stattfinden und die dabei erhobenen (sensorischen) Barrieren quantitativ und qualitativ beschrieben werden. Um jedoch nicht bei der Problematisierung stehen zu bleiben sollen in der Konsequenz daraus Möglichkeiten zum Abbau der Barrieren beschrieben werden. Eine zentrale Rolle könnte dabei Stimming spielen. Dies stellt einen Selbstregulationsmechanismus in Anbetracht von sensorischen Barrieren dar. Leider gibt es bisher kaum Forschungen zu diesem Thema, daher ist ein weiteres Ziel der Arbeit zu untersuchen warum, wann und mit welchen Methoden Stimming einsetzt wird.

Die Erkenntnisse beider Untersuchungen sollen in einem Konzept zum Abbau von sensorischen Barrieren an (inklusiven) Schulen zusammengefasst werden.