Veranstaltungen

Das ZfIB bietet jährlich verschiedene klein- und großformatige Veranstaltungen zu vielfältigen Themen rund um Inklusion/Exklusion für Personen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft an: Tagungen, Workshops, Runde Tische u.a. Mit den Veranstaltungen möchten wir die Möglichkeit bieten, miteinander in Dialog zu treten und sich zu vernetzen, Ressourcen zu entdecken und zu mobilisieren, um gemeinsam Perspektiven für inklusive Entwicklungen in der Gesellschaft zu entwickeln und zu unterstützen.

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Mit Keynotes von Prof. Dr. Franziska Felder (Wien) und Dr. Mai-Anh Boger (Regensburg)

Inklusion und Teilhabe sind auf vielfältige Art und Weise auf Räume und ihre Grenzen bezogen. Soziale Teilhabe ist immer Teilhabe an etwas. Ihre vielgestaltigen Erscheinungsformen können nur innerhalb sozialer Bezugssysteme korrekt verortet werden. Und so verbindet die Frage, an welchem Ort, in welchem System oder in welchem Raum sich Ein- und Ausschließungsprozesse jeweils ereignen, verschiedene Stränge der Inklusionsforschung, die ansonsten kaum miteinander in Berührung treten. Zugleich ermöglichend und begrenzend strukturieren die multipolaren Räume der Inklusion den zur Verfügung stehenden Platz in der Gesellschaft. Ziel der Tagung ist es, aus interdisziplinärer Perspektive eine Topographie der verschiedenen Inklusionsmechanismen und -hindernisse gesellschaftlicher Inklusionsräume zu entwerfen.

Netzwerktagung "Schule als Sozialraum im Sozialraum im Kontext inklusiver Schulentwicklung"

Tagungsorganisation von u.a. Lukas Gerhards & Lena Peukert

Sozialraumorientierung hält im wissenschaftlichen Diskurs zunehmend Einzug in Betrachtungen
inklusiver Schulentwicklung. Im Sinne eines weiten Inklusionsverständnisses gewinnen dabei
unterschiedliche Heterogenitätsdimensionen an Bedeutung. In diesem Zusammenhang wird die
Perspektive über Schule und Unterricht hinaus erweitert, wodurch auch der Sozialraum jenseits der
Schule in den Blick gerät.
Die Tagung fokussiert im Kontext inklusiver Schulentwicklung auf das wechselseitige Verhältnis
von Sozialraum und Schule. Vor dem Hintergrund einer sozialräumlichen Erkundung werden diese
Prozesse in ihrer alltagspraktischen Bedeutung diskutiert und eingeordnet.

Das Tagungsprogramm können Sie hier einsehen.

Zentrumsratswahlen

Am 8. Dezember 2021 wählen die Mitglieder des ZfIB den neuen Zentrumsrat. Die Mitglieder des Zentrumsrats werden satzungsgemäß für zwei Jahre für die jeweiligen Mitgliedergruppen gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Der Zentrumsrat tagt mindestens einmal im Semester und entscheidet über alle grundlegenden Belange des Zentrums.

Mehr Informationen zur Arbeit und zu aktuellen Mitgliedern des Zentrumsrats finden Sie hier.

Unter dem Titel „Inklusive Ausbildung durch das Budget für Ausbildung?“ diskutiert der Arbeitsbereich IV „Inklusion im Kontext von Arbeit und Beruf“ des Zentrums für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB) die Chancen und Herausforderungen des Budgets für Ausbildung mit ausgewählten Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis.

Für weitere Informationen zu Inhalten und Programm bitte auf "Weiterlesen" klicken.

„Eine schwarze Linie – Haut – ein winziger sich bewegender Mittelpunkt. Scheinbar Unsichtbares transformiert sich – Grenzen verschwimmen mit Körpern und erlauben dem neugierigen Blick ein sich ständig verändertes Zusammenspiel von Begrenzungen – Körpern – und dessen Projektionen”. Die Live-Online-Installation „NOBODYFRAME“ der DIN A 13 tanzcompany beschäftigt sich mit der Diversität von Körpern unter Nutzung von Möglichkeiten moderner Videotechnik. Zunächst wird die Videopräsentation gezeigt. Anschließend wird es ein Gespräch mit der Choreografin und den Tänzer*innen geben.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Ethnografische Forschung taucht tief in die Komplexität sozialer Welten und Ordnungen ein, um diese schreibend durchdringend für andere verstehbar zu machen. In der sozialwissenschaftlichen Community gelten Ethnograf*innen daher als „extensive Schreiber*innen“ (Amann/Hirschauer, 1997: 29; vgl. auch Cloos 2010). Das kreative Potential, welches das ethnografische Schreiben birgt, kennt notwendigerweise keine standardisierte Form. Für ethnografisch Forschende, v.a. solche die sich als „field worker“ verstehen (vgl. Bethmann & Niermann, 2012), stellen sich Fragen nach Form und Ertrag geeigneter textlicher Darstellungen vielmehr immer wieder aufs Neue – dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Ethnograf*innen selbst zum unverzichtbaren Medium ihrer eigenen Analyse werden. 

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Die Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung sieht sich in besonderem Maße mit gesellschaftlichen und bildungspolitischen Erwartungen konfrontiert. Dies zeigt sich in pointierter Form in jüngeren bildungspolitischen Reformbeispielen. So findet im bildungswissenschaftlichen Diskurs seit einigen Jahren zunehmend auch eine Auseinandersetzung mit Transformationsanforderungen die einen inklusiven Unterricht betreffen statt.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Ableism is a system of processes and practices that vary according to time, context and location that forms understandings and tactics of interaction, exclusion, comportment of self as they pertain to humanisation and corresponding hierarchicalisation of life. In this talk I will discuss the complexity of ableist relations in order to refresh the conversation by drawing upon unfamiliar, non-western knowledges to open a new space and lift the dust (aggiornamento) of thinking about human devaluation and development of social capital for minoritised groups. After the talk, participants have also the opportunity to actively engage in a discussion (Q & A session). 

Jahrestagung des Graduiertenkollegs
"Inklusion Bildung Schule: Analysen von Prozessen gesellschaftlicher Teilhabe"
Inklusion gilt als ‚Chiffre’ für weitreichende Teilhabeversprechen, die aktuell in unterschiedlichen Kontexten diskutiert werden (vgl. Dederich 2020, 527). Insbesondere in bildungswissenschaftlichen und bildungspolitischen Debatten wird der Begriff der Inklusion extensiv genutzt. Dabei kommt es regelmäßig zu Überlagerungen normativer und analytischer Ansprüche; Exklusionsprozesse werden nur selten als Widerpart mitberücksichtigt und geraten tendenziell aus dem Blick. Budde und Hummrich (2015, 39) schlagen vor diesem Hintergrund vor, den Fokus auf die Prozessierung von Ansprüchen der Inklusion zu richten und „Relationierung[en] von Universalismus, Individualität und Differenz“ reflexiv zu begegnen.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Die Grounded Theory Methodologie (GTM) gehört im Feld der qualitativen Sozialforschung zu einem der etabliertesten Verfahren und hat aufbauend auf den von Anselm Strauss und Barney Glaser entwickelten Grundlagen im Laufe der Zeit verschiedene Ausdifferenzierungen erfahren. Neben der bekannten Situationsanalyse ist hier vor allem die reflexive Grounded Theory Methodologie zu nennen, bei der die Subjektivität der Forschenden als zentrales Erkenntniselement der Theoriegenerierung reflektiert und nutzbar gemacht wird. Dieser Zugang greift somit wichtige theoretische Grundlagen der GTM auf und arbeitet sie in ihrer methodischen Bedeutung heraus. In dem Werkstattgespräch werden einerseits diese theoretischen Grundlegungen erarbeitet und beleuchtet, um die Bedeutung der Subjektivität der Forschenden methodologisch einzuordnen. Andererseits werden methodische Umsetzungsweisen am Beispiel der Übergangs- und Teilhabeforschung vorgestellt und anhand konkreter Forschungsprojekte diskutiert.

Das o.g. Kamingespräch wurde von Mitgliedern des ZfIB (Arbeitsbereich III) in Zusammenarbeit mit Dr. Christiane Schindler (Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks) konzipiert. Ziel des Gesprächs ist der Austausch zwischen Dozierenden und Studierenden für gemeinsame Wege in herausfordernden Zeiten

  • Wie erleben Studierende und Lehrende die aktuelle Lehr- und Lernsituation?
  • Auf welche Herausforderungen stoßen sie? Was hat sich bewährt?
  • Was können sie gemeinsam verändern?

Schönheitsideale werden heute von Vertreter*innen der Evolutionsbiologie und der Neurowissenschaften ebenso gewissenhaft verbreitet wie von Expert*innen der Kunstgeschichte und der Gestaltung von Ausstellungen. Journalismus und Schönheitschirurgie, Mode und Filme können sich auf gemeinsame Kriterien ihrer Schönheitsideale kaum einigen. Schönheit ist ein agonaler Begriff, der einerseits auf Regeln, etwa der Proportionen und Maße rekurrieren kann, andererseits auf Ausnahmen, auf das Besondere und Einzigartige. Der kulturelle Wandel der Schönheitsideale folgt daher immer wieder dem Wettstreit zwischen dem Universellen und dem Individuellen.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Bildung wird darin verstanden als Prozess der Transformation grundlegender Figuren des Welt- und Selbstverhältnisses einer Person in Auseinandersetzung mit Krisenerfahrungen, die die etablierten Figuren ihres bisherigen Welt- und Selbstverhältnisses in Frage stellen. Um den Bildungsbegriff theoretisch zu schärfen, bezieht sich Koller auf verschiedene theoretische Ansätze, die es erlauben, den Gegenstand (das Welt- und Selbstverhältnis), den Anlass (die Krisenerfahrung) sowie die Bedingungen und Verlaufsformen des Transformationsgeschehens genauer zu beschreiben. 

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Bildung wird darin verstanden als Prozess der Transformation grundlegender Figuren des Welt- und Selbstverhältnisses einer Person in Auseinandersetzung mit Krisenerfahrungen, die die etablierten Figuren ihres bisherigen Welt- und Selbstverhältnisses in Frage stellen. Um den Bildungsbegriff theoretisch zu schärfen, bezieht sich Koller auf verschiedene theoretische Ansätze, die es erlauben, den Gegenstand (das Welt- und Selbstverhältnis), den Anlass (die Krisenerfahrung) sowie die Bedingungen und Verlaufsformen des Transformationsgeschehens genauer zu beschreiben. 

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
In diesem Werkstattgespräch, welches im Online-Format stattfinden wird, sollen Potenziale und Besonderheiten der Praxeologischen Wissenssoziologie und der Dokumentarischen Methode im Kontext schulisch-unterrichtlicher Inklusionsforschung in den Blick genommen werden. Der Schwerpunkt soll auf den Auswertungsschritten der komparativen Analyse sowie der Typenbildung liegen.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
In den letzten Jahren erfährt partizipative Forschung mit Menschen aus marginalisierten Lebenslagen wie etwa bestimmte Migrant*innen-Gruppen oder People of Color (PoC) mit Behinderungserfahrungen eine erneut erhöhte wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Partizipative Forschung verspricht ein besonderes Innovations- und Erkenntnispotential: Durch die aktive Beteiligung von Expert*innen in eigener Sache wird soziale Wirklichkeit gemeinsam erforscht, neu begriffen und dabei auch beeinflusst.

Vortragsabend mit anschließendem Gespräch

Auftaktveranstaltung der Dialogreihe HU-Körperdiskurse des Lehrstuhls
„Pädagogik bei Beeinträchtigungen der körperlich-motorischen Entwicklung" (Prof. Dr. Sven Jennessen)
im Rahmen der Ringvorlesung des Zentrums für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB).

Die Veranstaltung zielt darauf, die wesentlichen Befunde der Untersuchung aufzuzeigen und die Aufgaben für Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft herauszustellen.  Vertreter*innen von Menschen mit Behinderungen, der Bundesregierung und der Wissenschaft diskutieren, welche Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion und der Gewährleistung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in den kommenden (zehn) Jahren angegangen werden müssen.

Teilhabeforschung ist ein noch junges Forschungsfeld, das die Lebenslagen, Teilhabe und Partizipation von Menschen mit Behinderungen zum Gegenstand hat. Der 1. Kongress der Teilhabeforschung bringt Wissenschaftler*innen und an Teilhabeforschung Interessierte zusammen, um Teilhabeforschung als interdisziplinäres Forschungsprogramm zu profilieren.

Fragestellungen sind u.a.: Wie wird Teilhabe begrifflich gefasst? Wie wird Teilhabe untersucht? Welche Methoden eignen sich dafür? Welche Ergebnisse aus Projekten der Teilhabeforschung gibt es bereits? In welcher Form sind Menschen mit Behinderungen aktiv an Teilhabeforschung beteiligt?